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Bellenberg im Wandel

18. September 2013

Die Gemeinde gibt ab sofort den Bildband „Bellenberg im Wandel“ heraus. Er ist im Rathaus, in der Sparkasse, in der Raiffeisenbank und in der Postagentur zu einem Preis in Höhe von 16,50 Euro erhältlich. Dieser Bildband will an Beispielen die Veränderungen in Bellenberg dokumentieren, indem Bilder von den gleichen Örtlichkeiten früher und heute gegenübergestellt werden. Gerne laden wir Sie zu einem Bildspaziergang durch unseren Ort und seine Geschichte ein. Die Idee zu diesem Buch kam vom Geiger-Verlag, dem wir zu Dank verpflichtet sind. Einen herzlichen Dank sagen wir allen, die mitgeholfen haben, diesen Bildband zu verfassen. Sie haben dazu beigetragen, das Leben und die Arbeit der Vorfahren im Gedächtnis zu bewahren und Eindrücke aus unserer heutigen lebendigen Gemeinde festzuhalten.

Die Geschichte Bellenbergs

18. September 2013

Das „alte“ Bellenberg
nach neuesten Erkenntnissen Grabungsfunde aus der Zeit vor 3500 Jahren bei der Ziegelei im Zeitraum von 1983 bis 1987.

Zu Beginn der Ausgrabungen auf den Schwarzäckern am nördlichen Rand der Lehmgrube der Ziegelei im Jahr 1983 fanden sich sechs Pfostenspuren eines kleinen Hauses. Eine frühe Höhensiedlung über dem Illertal schien entdeckt zu sein. Die in großer Zahl gefundenen Scherben stammen aus der Mittelbronzezeit (etwa 1500 bis 1300 v. Chr). Interessant war vor allem herauszufinden, ob die Funde, insbesondere die „Henkeltasse“, auch am Fundort selbst in einem Töpferofen gebrannt worden waren. Die Untersuchungen ergaben, daß die Henkeltasse aus dem in Bellenberg anzutreffenden Lößlehm B 4 hergestellt worden war

Höhensiedlung oder Kultstätte
Neben Überresten aus der Mittelbronzezeit kamen bei den von der Heimatpflegerin Dr. Emma Pressmar geleiteten Ausgrabungen, an denen auch Altbürgermeister Johann Zeller einen großen Anteil hat, auch viele Fundstücke anderer Zeitepochen zum Vorschein. So Überreste von kerbschnittverzierten Gefäßen der Spätbronzezeit (etwa 1300 bis 1200 v. Chr) und der Urnenfelderzeit (etwa 1200 bis 900 v. Chr). Schließlich konnten noch Teile von Gefäßen der späten Hallstattzeit (ca. 600 bis 500 v. Chr) sichergestellt werden. Die Funde wurden von der Prähistorischen Staatssammlung München restauriert und zu jenen kompletten Gefäßen zusammengesetzt, die jetzt im Heimatmuseum in Illertissen zu besichtigen sind. Eine besondere Entdeckung waren große, zum Teil rechteckige Ansammlungen von Steinen (bis zu 1 130 Stück). Dabei handelt es sich um flache Kochgruben, in denen für eine große Anzahl von Menschen die Nahrung zubereitet werden konnte. Außerdem konnten Breireste und Reste von gesäuertem Brot an Scherben festgestellt werden, die bereits aus der Bronzezeit stammen. Es fanden sich auch Spuren von Knochenresten. Die Untersuchungen ergaben, daß es sich um menschliche Knochen handelt, so daß Brandbestattungen nicht auszuschließen sind.

 

Quelle                           
www.gemeinde-bellenberg.de